Zwischen Moderne und Klassik: Entwurf für ein Wissenschafts- und Stiftungszentrum in Como

| Portofolio Bauprojekte und Entwürfe: Neubau |

Dieser Entwurf entstand im Rahmen der Studienarbeit „Europäische Akademie der Wissenschaften und Stiftungszentrum Terragni“.

In der lombardischen Stadt Como, an der Nahtstelle zwischen Alt- und Neustadt, steht ein mit weißem Marmor verkleideter Kubus, mit klassischem Grundriss und moderner Fassade: Der Architekt Giuseppe Terragni verwirklichte hier mit der Casa del Fascio ein Hauptwerk des italienischen Rationalismus, das auch als Leitbau der italienischen Moderne gilt.
Die Planungen der Dreißiger Jahre sahen an der ehemaligen Piazza dell’Impero, heute Piazza del Popolo, weitere neue städtebauliche Dominanten mit einem symmetrischen Abschluss des Platzes für Massenkundgebungen und Aufmärsche vor. Realisiert wurde jedoch nur der einstige Sitz der faschistischen Partei, jetzt Casa del Popolo genannt und Standort der Guardia di Finanza.

Die Aufgabenstellung der Studienarbeit sah eine neu zu errichtende Akademie für Architekturforschung und Raum für die Stiftung Terragni vor. Es war eine Auseinandersetzung mit der italienischen Architekturgeschichte der Moderne gefordert, aber auch mit dem städtebaulichen Spannungsfeld aus Alt und Neu.

Auf der Altstadtseite ist der Platz umgeben von historisch bedeutsamen Bauten. Der heterogene Raum, mit der Rückseite des Doms, Straßen- und Schienenkreuzung und zahlreichen Bauepochen birgt Herausforderungen.
Mein Entwurf beantwortet dies mit einem Gebäudekomplex, der den Platz zwischen Architektur-Ikone und Dom, zwischen Alt- und Neustadt „besetzt“, eine verbindende Geste der historischen und räumlichen Linien schafft und den Verkehr überbrückt. Öffentliche Funktionen werden in die neuen Bauwerke integriert, die Stadtstruktur wird durch Gästewohnungen ergänzt.
Die bestehenden Gebäude werden von An- und Umbauten befreit. Ein gebäudehoher „Spiegel“ in Form einer vollverglasten Bar hinter der Casa del Fascio eröffnet eine Nutzung des bisher geschlossenen Hofes und unterstreicht die Solitärwirkung des weißen Kubus. Der Blick zurück zum Dom ist ein wichtiger Aspekt des Entwurfes Terragnis, zu sehen auf einer Gedenkbriefmarke zu Terragnis Werk.

 

Studienarbeit am Institut für Gebäudelehre und Architektur an der Architekturfakultät in Hannover
Maren Paetzold | 2001]

Modulare Gebäude in Holztafelbauweise mit Nutzungsvarianten

Entwurf für modular aufgebaute, vorgefertigte und transportable Hauseinheiten

| Portofolio Bauprojekte+Entwürfe: Neubau |

Entwurf für modular aufgebaute, vorgefertigte und transportable Hauseinheiten, die sich einzeln, gruppiert oder zweigeschossig anordnen lassen. Diese bieten Raum für unterschiedliche Nutzungen, insbesondere bei kurzfristigem Bedarf: Flüchtlingsunterkünfte, kleine Wohnanlagen, Ferienhaus oder Wohnen im Alter.
Bei veränderten Anforderungen lassen sich die Hauseinheiten an einen anderen Ort transportieren und einzeln oder kombiniert weiter nutzen.

Eine kostengünstige Vorfertigung, basierend auf einer geringen Zahl standardisierter Bauteile, reduziert die Bauzeiten, gestattet aber eine hochwertige Baukonstruktion mit optimalen Dämmeigenschaften und gestalterischen Freiheiten.
Die Konstruktion folgt einem festen Plattenraster in Holztafelbauweise. Technische Anschlusspunkte und Sanitärinstallation sind vormontiert. Die Dachabdichtung erfolgt, in Abhängigkeit von der gewünschten Dachform, direkt auf der Baustelle. Die Innenwände sind veränderlich, sodass verschiedene Ausbauvarianten und spätere Anpassungen möglich sind.

Maren Paetzold | 2015]

Traditioneller Stein in der Altstadt von Soest

Soest Entwurf

| Portofolio Bauprojekte+Entwürfe: Neubau |

Entwurf für ein Wohn- und Geschäftshaus in der Altstadt von Soest. Die Idee für dieses Gebäude auf einem freien Grundstück, einer „Baulücke“, entwickelt sich aus den Besonderheiten des unregelmäßigen Stadtgrundrisses, mit engen Gassen, unterschiedlichsten Bauhöhen und Volumina.
In moderner Interpretation ergänzt dieser Gebäudeentwurf als Stadtbaustein die außergewöhnlichen Baufluchten. Das Material des Gebäudes nimmt Bezug zur örtlichen Bautradition, das auf regionalem Natursteinvorkommen gründet, dem Grünsandstein. Der ortstypische, in unterschiedlichen Grüntönen schimmernde und stark verwitternde Stein prägt viele Gebäude im Soester Stadtbild und überspannt hier, als schmückende Verkleidung, die gesamte Fassade, inklusive der geneigten Dachfläche.

Studienarbeit im Fach Baukonstruktion an der Architekturfakultät in Hannover
Maren Paetzold | 2002]